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Nachfolgend finden Sie Informationen zu folgenden Themen:
1. Eine kurze Information zum Thema „Sexuelle Gewalt“Sexuelle Gewalt gegen Kinder und Jugendliche geschieht in den allermeisten Fällen im Familien- und Bekanntenkreis, sowie im sozialen Umfeld der Kinder. Fast jeder Täter war dem Kind vorher bekannt. Die Täter planen ihre Taten vorher, sichern sich das Wohlwollen und Vertrauen des Kindes, sind oft sehr nett und liebevoll und bereiten die Übergriffe vor. Sie machen kleine "Tests", indem sie dem Kind körperlich zu nahe kommen und prüfen, wie das Kind reagiert. Gleichzeitig versuchen sie das Kind dazu zu bringen, nichts von dem Geschehen weiter zu erzählen. Dazu arbeiten Sie mit Aussagen wie: "Das ist unser Geheimnis", "Das mache ich nur, weil ich dich so lieb habe", "Deine Mama wird traurig, wenn sie hört, dass du böse zu mir bist", bis hin zu Drohungen. Wie kann ich folglich mein Kind vor sexueller Gewalt schützen? Prävention ist eine Erziehungshaltung und beginnt früh. Grundsätzlich gilt: ° Keine Angst machen Wo erhalte ich näherer Informationen? Für den Raum Regensburg: Notruf und Beratung e.V.: Beratungs- und Fachzentrum gegen sexualisierte Gewalt an Mädchen und Frauen 2. Präventionsgrundsätze und ErziehungstippsWenn sie ihr Kind vor Übergriffen jeglicher Art schützen wollen, reicht es nicht, dem Kind Hinweise zu richtigem Verhalten zu geben. Prävention bedeutet, wichtige Grundsätze in die alltägliche Erziehung des Kindes einfließen zu lassen. 1. Grundsatz: Keine Nähe auf Kommando Ein Kind hat jederzeit das Recht, Berührungen jeglicher Art abzulehnen, auch wenn es sich um liebevolle Gesten von Verwandten handelt. Unterstützen Sie das Kind darin, sich höflich abgrenzen zu dürfen, anstatt es motivieren zu wollen, "der Oma zuliebe" über seinen Schatten zu springen. Bedenken Sie, viele Täter arbeiten mit emotionaler Erpressung (und sind dem Kind gut bekannt): "Wenn du mich da nicht anfasst, bin ich traurig". Es ist also wichtig, dass es für das Kind selbstverständliche Gewissheit wird, über seinen Körper selbst bestimmen zu können, und wenn es jetzt keine Berührung, kein Bussi will, dann muss das akzeptiert werden. Gleichzeitig können Sie selbst Vorbild sein: Auch Sie haben das Recht, sich abzugrenzen, wenn Ihnen nicht nach körperlicher Nähe zumute ist. 2. Grundsatz: die Gefühle des Kindes ernst nehmen Gefühle sind unser angeborenes Orientierungssystem, das schneller arbeitet als unser Kopf. Scham signalisiert, dass Grenzen überschritten wurden, Angst signalisiert, dass Gefahr droht. Nur durch unsere Rückmeldung: du bist jetzt traurig, wütend etc. lernt ein Kind, die Dinge zu benennen, die es in sich fühlt und sich auf sein Orientierungssystem zu verlassen. Es ist wichtig, dass es darauf reagiert, wenn es eine Situation als komisch oder bedrohlich empfindet, sonst besteht die Gefahr, dass es auf Übergriffe vom Täter nicht mit Abgrenzung oder Weglaufen reagiert. Leider neigen wir in der Erziehung dazu, Kindern ihre Gefühle wegzureden, so dass es für sie schwerer wird, ihren Gefühlen zu vertrauen. Wir sagen oft: Es gibt keinen Grund, jetzt sauer zu sein oder Stell dich nicht so an, dass hat ja gar nicht weh getan oder Du brauchst keine Angst zu haben. Tatsache aber ist, dass die Gefühle einfach da sind und als Gefühle akzeptiert werden müssen; der erzieherische Umgang bezieht sich mehr auf den Ausdruck des Gefühls. So ist es in Ordnung, wütend zu sein, aber nicht in Ordnung, jemanden in seiner Wut zu schlagen. Wenn Gefühle zunächst angenommen werden, fällt auch der Umgang damit leichter: wenn ich meine Angst haben darf, entwickle ich eher Strategien im Umgang damit, als wenn sie mir ausgeredet wird. Also: im Umgang mit dem Kind vermutetes Gefühl rückmelden, benennen und akzeptieren, dann Hilfestellung geben, wie das Kind mit dem Gefühl umgehen könnte. Sie werden sehen, heftige Gefühle beruhigen sich schneller, wenn sich das Kind mit seinem Gefühl angenommen und verstanden fühlt.
3. Grundsatz: das Kind darf Grenzen setzen und Nein sagen Ein Kind, das zu angepasst ist und sich niemals trauen würde, einem Erwachsenen zu widersprechen, schwebt in großer Gefahr, sich auch einem Täter nicht zu widersetzen. Deshalb ist es wichtig, dass Grenzen, vor allem auch Körpergrenzen, des Kindes respektiert werden. Das heißt z.B. nicht zum essen zwingen, nicht schlagen, es nicht mit Gewalt zu etwas bewegen wollen, Machtkämpfe vermeiden. Lassen Sie das Kind bei wichtigen Familienthemen mit zunehmendem Alter immer mehr mitbestimmen, akzeptieren Sie ein Nein des Kindes, wenn es Ihnen berechtigt erscheint. Nein, ich möchte am Familienausflug nicht teilnehmen, sollte bei einem 12jährigen o.k. sein, bei einem 6jährigen geht das natürlich nicht. Aber es ist wichtig, dass Kinder ein Gefühl von Selbstwirksamkeit entwickeln, das ist der beste Schutz, den Sie ihm mitgeben können. Kinder, die sich oft als ohnmächtig erleben, wehren sich weniger. Natürlich gibt es Kinder, die Grenzen extrem austesten und bei denen es nicht ratsam ist, zu viel Raum für Diskussionen zu lassen. Da Sie als Eltern Vorbildfunktion haben, ist es ebenso wichtig, dass Sie Nein sagen und bei einem Nein bleiben können, auch wenn das Kind gegen Sie rebelliert. Eine gute Streitkultur ohne Beleidigungen oder Herabsetzungen macht Kinder stark. 4. Grundsatz: dem Kind vermitteln, dass es sich jederzeit Hilfe holen darf 5. Grundsatz: dem Kind glauben, wenn es von einem Übergriff berichtet Wenn ihr Kind Ihnen erzählt, jemand habe es komisch angefasst, dann müssen Sie diese Äußerung ernst nehmen, auch wenn das Kind eine Person nennt, von der sie sich nicht vorstellen können, dass sie ein Täter ist. Täter kommen in allen Bevölkerungsgruppen vor und zeichnen sich oft dadurch aus, dass sie vermeintlich besonders gut mit Kindern umgehen können. Also auch wenn die genannte Person ein Freund der Familie, eine vertraute Person ist oder ein wichtiges öffentliches Amt bekleidet: ein Kind denkt sich einen Übergriff nicht aus. Wenn es davon berichtet, dann ist das die Wahrheit. 3. Zur Sicherheit – was kann ich tun?
4. Tipps und LinksFachbuchhandel, Materialien, Beiträge und weitere Links unter Weitere Information unter: www.frauennotruf-regensburg.de www.landratsamt-regensburg.de www.buendnis-fuer-kinder.de www.bmfsfj.de www.bundesverein.de www.dggkv.de www.jugendschutz.de www.kinderschutz-zentrum.ord www.youngavenue.de www.zartbitter.de |
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